Selbstwert ist nichts, was du „ein für alle Mal“ hast. Er wächst, wenn du dir selbst wieder glaubst. Nicht durch perfekte Leistung – sondern durch kleine, stimmige Schritte im Alltag.
Wenn du beim Lesen merkst, dass du sehr stark leidest, dich selbst abwertest oder dich nicht sicher fühlst: Hol dir bitte zusätzliche Unterstützung. Coaching ersetzt keine Therapie.
1) Erkenne den inneren Kritiker – ohne ihm zu gehorchen
Viele kennen diese Stimme, die alles kommentiert. Ich nenne sie manchmal den „klappernden Vogel auf der Schulter“: laut, schnell, nicht besonders freundlich.
Mini‑Übung (2 Minuten):
- Schreib den Satz auf, den der Kritiker heute am liebsten sagt.
- Ergänze dahinter: „Interessant, dass du das sagst.“
Das schafft Abstand.
2) Sammle Beweise – nicht Gefühle
Selbstwert hängt oft an Gefühl („Ich fühle mich nicht gut genug“). Gefühle sind real, aber nicht immer wahr.
Übung: Notiere 5 Beweise aus den letzten 4 Wochen:
- „Ich habe … erledigt“
- „Ich habe … gesagt“
- „Ich habe … durchgehalten“
Klein zählt.
3) Setz eine Grenze, die dich schützt
Grenzen sind Selbstwert in Aktion.
Start leicht: Wähle eine kleine Grenze für diese Woche:
- eine WhatsApp später beantworten
- einmal „Heute passt es nicht“ sagen
- eine Pause nicht erklären müssen
4) Sprich mit dir wie mit einem Menschen, den du magst
Wenn du mit dir so redest, wie du mit anderen reden würdest, verändert sich viel.
Satz‑Vorlage:
„Es ist okay, dass das gerade schwer ist. Ich darf langsam gehen.“
5) Mach ein „Mut‑Mini‑Projekt“
Selbstwert wächst durch mutige kleine Schritte – nicht durch große Sprünge.
Beispiele:
- ein Telefonat, das du aufschiebst
- eine Bewerbung, ohne perfektes Gefühl
- ein Gespräch, das Klarheit bringt
Wichtig: klein genug, dass du es wirklich machst.
6) Entlarve alte Glaubenssätze („Woher kennst du das?“)
Viele Selbstwert‑Sätze sind alt. Im Mentaltraining schauen wir oft: Wo hat das angefangen?
Fragen:
- „Wer hat mir das beigebracht?“
- „Hilft mir dieser Satz heute – oder hält er mich klein?“
7) Trainiere Selbstwirksamkeit statt Perfektion
Selbstwirksamkeit heißt: „Ich kann Einfluss nehmen.“ Das ist der Gegenspieler von Ohnmacht.
Mini‑Übung: Jeden Abend 1 Satz: „Heute habe ich trotzdem …“
Wenn du tiefer gehen willst
Selbstwert hängt oft an Selbstwirksamkeit, Grenzen und dem inneren Dialog. Genau daran können wir arbeiten – bodenständig, ohne Druck und ohne „Heilversprechen“.
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